Leistungen im Detail2018-09-05T19:01:50+00:00

Check-ups

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Sie fühlen sich gut. Das heißt aber nicht unbedingt, dass Sie auch ganz gesund sind. Ein gründlicher Check-up dient vor allem der Früherkennung von Risikofaktoren wie beispielsweise grenzwertiger oder bereits erhöhter Blutzucker-, Blutdruck- oder Blutfett-Werte. Diese können langfristig und ohne entsprechende Gegenmaßnahmen zu Krankheiten wie Bluthochdruck, Typ 2-Diabetes, Gicht, Nieren- und Herzerkrankungen führen.

Die gute Nachricht ist, dass sich diese Krankheiten bereits im Vor- oder Frühstadium diagnostizieren lassen. Durch Änderungen des individuellen Lebensstils oder auch Medikamente kann man gezielt gegensteuern.

Einen solchen allgemeinen Gesundheits-Check-up können Frauen und Männer ab dem Alter von 35 Jahren jedes zweite Jahr in Anspruch nehmen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten.

So läuft die Untersuchung ab

Bei der ärztlichen Untersuchung wird zunächst im Eingangsgespräch die persönliche Anamnese, die Eigen-, Familien- und Sozialanamnese, erhoben und daraus ein Risikoprofil erstellt.

Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung (Ganzkörperstatus). Blutuntersuchungen (Cholesterin und Glukose) und Urinuntersuchungen (Eiweiß, Glukose, rote und weiße Blutkörperchen, Nitrit) geben Aufschluss über den Gesundheitszustand.

Sobald alle Ergebnisse vorliegen, folgt ein abschließendes Beratungsgespräch unter Berücksichtigung des individuellen Risikoprofils. Bei Vorliegen einer Krankheit oder bei Verdacht darauf sorgt der Arzt dafür, dass eine weitergehende gezielte Diagnostik erfolgt und gegebenenfalls medizinisch erforderliche Maßnahmen eingeleitet werden.

Anamnese

Um das persönliche Risikoprofil eines Patienten einschätzen und bewerten zu können, benötigt der Arzt Informationen zu bereits bestehenden Erkrankungen, zur Einnahme von Medikamenten, zu Operationen, zu familiär erhöhten Risiken (beispielsweise Brustkrebs, Darmkrebs und Fettstoffwechselerkrankungen), zur aktuellen Gesundheitssituation, Größe und Gewicht, Ernährungsgewohnheiten, Alkoholgenuss, Rauchen, Stresspegel und der Fähigkeit zur Stressbewältigung, sportlicher Aktivität und zum aktuellen Impfstatus (bitte Impfausweis mitbringen!).

Es ist ratsam, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, um möglichst umfassend Auskunft geben zu können. Aus den Angaben und den Untersuchungsergebnissen kann der Arzt ableiten, was zu tun ist, um etwaige Risikofaktoren für Erkrankungen auszuschalten.

Körperliche Untersuchung

Der Arzt beurteilt den Bewegungsapparat, er achtet unter anderem auf Haltungsschäden, Beckenschiefstand und Wirbelsäulenverkrümmung. Er wird bei einem höheren BMI auch auf die Gewichtsverteilung schauen.

Mit dem Stethoskop hört der Arzt Herz und Lungen ab, misst die Pulsfrequenz und überprüft, ob der Herzrhythmus regelmäßig ist. Bei einem Verdacht auf eine Herzrhythmusstörung, kann er zur weiteren Abklärung ein EKG anfertigen.

Die Blutdruckmessung kann Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder ein Nierenversagen ergeben.

Urinuntersuchung

Der Urin wird auf Eiweiß, Glukose, Nitrit sowie auf rote und weiße Blutkörperchen untersucht. Glukose im Urin kann auf einen Diabetes hindeuten, rote Blutkörperchen im Urin auf Entzündungen, Infektionen und selten auch auf Tumore. Einzelne Laborwerte sind allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig. Auffällige Werte sind nicht immer Zeichen einer Krankheit. Bei weißen Blutkörperchen im Urin könnte eine Entzündung oder Infektion, etwa eine Harnwegsinfektion, vorliegen. Zeigt der Teststreifen Nitrit an, dann spricht das für eine bakterielle Infektion. Der Nachweis von Eiweißstoffen im Urin hilft dabei, einen Nierenschaden im Frühstadium zu erkennen.

Blutuntersuchung

Sie erfolgt morgens und im nüchternen Zustand. Andernfalls sind die gemessenen Blutwerte nicht aussagekräftig. Anhand des Blutzuckerwertes ist ein Risiko für Typ 2-Diabetes feststellbar. Die Bestimmung des Gesamtcholesterinspiegels dient dazu, ein erhöhtes Risiko für eine Arteriosklerose sowie für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkennen.

Abschlussgespräch

Im Gespräch informiert Sie der Arzt über Ihren Gesundheitszustand, Ihr individuelles Risikoprofil und die weitere Vorgehensweise. Er zeigt auf, wie Sie Risikofaktoren durch Lebensstiländerungen (Ernährung, Bewegung) beeinflussen können.

Falls weitergehende Untersuchungen nötig sein sollten, wird auch dies Thema des Abschlussgesprächs sein.

Hausbesuche

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Wenn Sie aufgrund einer Erkrankung nicht in der Lage sind, unsere Praxis aufzusuchen, besuchen wir Sie selbstverständlich auch zu Hause. Geplante, regelmäßige Hausbesuche werden außerhalb der Sprechstundenzeiten durchgeführt. Besuche während der Sprechstunde sind nur in dringenden Fällen und nach Rücksprache mit dem Arzt möglich. Melden Sie sich bitte frühzeitig, wenn ihr Gesundheitszustand einen Hausbesuch erforderlich macht.

Bitte beachten Sie: Hausbesuche sind zeitintensiv und bedeuten einen hohen Arbeitsaufwand. So wie Sie darauf vertrauen können, dass wir zu Ihnen kommen, möchten wir darauf vertrauen können, dass Hausbesuche nur bei medizinischer Notwendigkeit angefordert werden.

Der hausärztliche Notdienst ist jederzeit außerhalb unserer Sprechzeiten unter der bundesweiten Notrufnummer 116 117 zu erreichen.

In lebensbedrohlichen Fällen rufen Sie bitte umgehend den Rettungsdienst unter: Tel. 112.

Eignungsuntersuchungen

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

In unserer Hausarztpraxis führen wir Eignungsuntersuchungen durch und stellen Ihnen dafür auch die entsprechenden ärztlichen Atteste aus. Dazu gehören:

  • Atteste für die Kindertagesstätte, die Schule und das Studium
  • Ärztliche Voruntersuchungen vor Aufnahme einer Berufsausbildung
  • Sportatteste z.B. Tauchtauglichkeit, Attest für Fallschirmsprünge etc.
  • Eignungsuntersuchungen für den Führerschein auch bei Berufskraftfahrern
  • Sonstige ärztliche Bescheinigungen

DMP-Programme

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme, die chronisch Erkrankten dabei helfen, ihre Erkrankung in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität zu verbessern und zu erhalten. Sie umfassen regelmäßige Arzttermine mit Beratungsgesprächen und Untersuchungen sowie die Vermittlung von Hintergrundinformationen zum Beispiel durch Schulungen. Arztpraxen wie unsere, die eine Behandlung im Rahmen von DMP-Programmen anbieten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und festgelegte Qualitätsanforderungen einhalten.

Derzeit gibt es in unserer Praxis DMP für Menschen mit den folgenden chronischen Erkrankungen:

  • Asthma
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Koronare Herzkrankheit (KHK), mit einem Modul „Chronische Herzinsuffizienz“

Wer mehrere dieser Erkrankungen hat, kann für jede Erkrankung ein DMP in Anspruch nehmen.

Hauptziel eines DMP ist es, die Beschwerden, die mit einer chronischen Erkrankung verbunden sind, zu verringern und ihr Fortschreiten aufzuhalten. Weitere Ziele sind, Komplikationen und Folgeschäden oder Begleiterkrankungen so weit wie möglich zu vermeiden. Darüber hinaus soll die strukturierte Behandlung beim Umgang mit der Erkrankung unterstützen und Möglichkeiten aufzeigen, im Alltag mit den Erfordernissen der Behandlung zurechtzukommen. All dies soll die Lebensqualität der Teilnehmer nachhaltig verbessern.

Ein weiteres Anliegen eines DMP ist die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachleuten und Einrichtungen, die einen Patienten betreuen, etwa zwischen Allgemein- und Fachärzten, Kliniken und Reha-Einrichtungen. Dies soll gewährleisten, dass die einzelnen Behandlungsschritte gut aufeinander abgestimmt sind und zum Beispiel unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Nach Gesprächen, Untersuchungen und Diagnose erstellt der Arzt auf Grundlage von DMP-Vorgaben einen individuellen Therapieplan. Dieser umfasst unter anderem die medikamentöse Behandlung und andere therapeutische Maßnahmen, Schulungstermine und regelmäßige Kontrolluntersuchungen, zum Teil auch in anderen Praxen oder Kliniken.

Die einzelnen Behandlungsschritte, Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse werden dokumentiert und im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen an die DAVASO GmbH weitergeleitet und dort gesammelt. Dies soll allen an der Therapie Beteiligten die Möglichkeit geben, einzelne Entscheidungen und Maßnahmen nachzuvollziehen und bei der weiteren Behandlung zu berücksichtigen.

Patienten, die sich für ein DMP einschreiben, erklären sich dazu bereit, aktiv an der Behandlung mitzuarbeiten – zum Beispiel indem sie regelmäßig alle drei oder sechs Monate einen Arzt aufsuchen. Alle teilnehmenden Fachleute – also Ärzte, Mitarbeiter von Kliniken und Reha-Einrichtungen, Pflegekräfte oder Anbieter von Schulungen – verpflichten sich, die vorgegebenen Qualitätskriterien und Behandlungspläne einzuhalten.

Palliativmedizin

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Palliativmedizin ist nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt“.

Die Medizin verfolgt das Ziel, Patienten von ihren Krankheiten zu heilen. Ist keine Heilung mehr möglich, kommt die Palliativmedizin ins Spiel. Sie unterstützt unheilbar Kranke dabei, ihre letzten Monate, Wochen und Tage mit einer möglichst hohen Lebensqualität zu erleben, selbstbestimmt und ohne unnötiges Leid. Der Wille des Patienten und nicht das medizinisch Machbare hat dabei oberste Priorität.

Die Palliativmedizin berücksichtigt neben der Behandlung der körperlichen Beschwerden besonders auch die Psyche des Patienten. Das Wissen um den nahenden Tod stellt eine psychische Belastung für die Betroffenen dar, die zu einer Depression führen kann. Im Bedarfsfall werden die Schwerkranken hierdurch begleitet. Auch beim Erstellen von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten kann ein ausgebildeter Palliativmediziner weiterhelfen.

Die Arztpraxis Bruns kooperiert im Bereich Palliativversorgung mit dem Osnabrücker Hospiz.

Impfungen

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Impfungen für Erwachsene

Erwachsenen wird empfohlen, den eigenen Impfschutz regelmäßig prüfen zu lassen, mindestens alle zehn Jahre. Zudem können Veränderungen der Lebensumstände, wie z.B. Reisen, chronische Erkrankungen, Kinderwunsch, enger Kontakt zu Säuglingen und Kleinkindern, einen speziellen Impfschutz erfordern. Insbesondere chronische Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems erfordern eine besondere Berücksichtigung bei der Impfberatung. Aber auch vermeintliche Kinderkrankheiten, wie z. B. Masern, Keuchhusten oder Mumps, sind alles andere als harmlos. Sie sind hochansteckend, können sich sehr schnell ausbreiten und schwere Folgen auch bei Erwachsenen haben. Um eine weitere Ausbreitung in der Bevölkerung zu verhindern, ist es wichtig, dass möglichst viele geimpft sind. Wir informieren und beraten Sie gerne, damit Sie sich als Patient kompetent entscheiden können.

In Deutschland werden für Erwachsene derzeit folgende Impfungen durch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfohlen:

  • FSME für Zeckenexponierte in FSME-Risikogebieten (u.a. ganz Baden-Württemberg)
  • Hepatitis B bis 18 Jahre und A (infektiöse Gelbsucht) für chronisch Kranke
  • HPV Impfung für Mädchen von 12-18 Jahre
  • Influenza (Virusgrippe) für alle Patienten ab 60 Jahre und Risikopatienten (jährliche Impfung)
  • Keuchhusten für alle mit Kontakt zu Neugeborenen und Säuglingen (Eltern, Großeltern)
  • Meningokokken (bakterielle Hirnhautentzündung) bis 18 Jahre
  • Pneumokokken (Erreger einer Lungenentzündung) für alle über 60 Jahren und für chronisch Kranke
  • Polio (Kinderlähmung) generell für alle (Auffrischung bis zum Erreichen von 4 Impfungen)
  • Tetanus und Diphtherie generell für alle (Auffrischung alle 10 Jahre)
  • Windpocken für alle Frauen mit Kinderwunsch

Öffentlich empfohlene Schutzimpfungen werden von den gesetzlichen Kassen bezahlt.

Impfungen bei Kindern

Fast alle Eltern in Deutschland entscheiden sich heute dafür, ihr Kind impfen zu lassen. Dies zeigen auch die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen: rund 95% der Erstklässler haben die wichtigsten Grundimpfungen erhalten.

In Deutschland werden für Kinder derzeit folgende Impfungen durch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfohlen:

  • Wundstarrkrampf (Tetanus)
  • Diphtherie
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Kehldeckelentzündung (Haemophilus influenzae/Hib Typ b)
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Hepatitis B
  • Pneumokokken
  • Rotaviren
  • Meningokokken C
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Windpocken (Varizellen)
  • HPV-Impfung (HPV)

Impfempfehlungen für Jugendliche

Einige Impfungen gegen schwere und ansteckende Infektionserkrankungen – wie die Impfungen gegen Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten (Pertussis) und Tetanus – müssen bei Jugendlichen aufgefrischt werden, damit der Schutz sicher bestehen bleibt. Gegen andere Infektionskrankheiten – wie die Humanen Papillomaviren (HPV) bei Mädchen – wird in diesem Alter zum ersten Mal geimpft.

Die Kosten für alle Auffrischungsimpfungen und bestimmte Grundimmunisierungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen werden, übernimmt in der Regel die Krankenkasse.

  • Diphtherie
  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
  • Grippe (Influenza)
  • Hepatitis B
  • HPV (Gebärmutterhalskrebs)
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Masern
  • Mumps
  • Kinderlähmung (Polio)
  • Röteln
  • Wundstarrkrampf (Tetanus)
  • Windpocken (Varizellen)

Reiseimpfungen

Bevor Sie auf eine Reise ins Ausland gehen, informieren wir Sie über die möglichen Krankheiten in dem jeweiligen Land. Sogar für eine Reise ans Mittelmeer ist eine reisemedizinische Vorbereitung sinnvoll. Besondere Vorsicht ist bei Reisen in Länder mit endemisch vorkommenden Infektionskrankheiten gegeben. Für bestimmte Reiseregionen besteht sogar eine Impfpflicht. Bei Einreise in bestimmte Länder in Afrika und Südamerika muss eine gültige Impfung gegen Gelbfieber vorliegen. Malaria ist eine Infektionskrankheit, die über Mücken vornehmlich in der Dämmerung und während der Nacht übertragen wird. Risikogebiete gibt es in Südamerika, Afrika und Asien. Für viele Länder ist eine Chemoprophylaxe empfohlen. Wir beraten Sie hierzu gerne. Um alle wichtigen Impfungen durchführen und einen wirksamen Impfschutz aufbauen zu können, ist es ratsam, spätestens acht Wochen vor Reiseantritt eine Reiseimpfberatung in unserer Praxis durchführen zu lassen. Aber auch bei kurzentschlossenen Reisen ist oftmals die Durchführung einiger wichtiger Impfungen noch möglich.

  • FSME
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Grippe (Influenza)
  • Japanische Enzephalitis
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Meningokokken-Meningitis
  • Tollwut
  • Typhus

Bitte beachten Sie: Reiseimpfungen sind keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. In der Regel zahlt der Patient zunächst den Impfstoff und die Behandlung durch den Arzt und rechnet diese später individuell mit seiner Krankenkasse ab. Die Krankenkassen haben unterschiedliche Erstattungsregeln.

Reisemedizinische Beratung

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Damit die schönste Zeit des Jahres auch gesundheitlich entspannt wird, empfehlen wir Ihnen besonders vor Reisen unsere reisemedizinische Gesundheitsberatung. Je nachdem wohin es gehen soll, ist ggf. eine Reiseimpfung sinnvoll. Eventuell benötigen Sie auch eine Malariaprophylaxe oder eine Beratung über die am Urlaubsort relevanten Krankheitserreger und wie Sie diesen aus dem Weg gehen können. Reiseimpfungen sind nicht nur bei Fernreisen, sondern auch für nahe gelegene Ziele sinnvoll. Zum Beispiel wäre das für Süddeutschland und die angrenzenden Länder die Impfung gegen FSME oder für den Mittelmeerraum die Impfung gegen Hepatitis A.

Für Reisen nach Afrika, Asien oder Südamerika ist eine vorherige reisemedizinische Beratung dringend zu empfehlen. Die dortigen Infektionsgefahren sind nicht zu unterschätzen. Teilweise wird Ihnen auch die Einreise verwehrt, wenn Sie z.B. in einem Gelbfiebergebiet die entsprechende Impfung nicht nachweisen können oder etwa bei einer Mekka-Pilgerreise die Impfung gegen bakterielle Hirnhautentzündung fehlt.

Die jeweiligen Besonderheiten und gesundheitlichen-medizinischen Risiken des Reiselandes berücksichtigen wir in unserer Beratung ebenso wie die Beratung zur Reiseapotheke, Hygiene und gesundheitlichen Vorsorge möglicher Infektionen während und auch nach einer Reise.

Reisemedizinische Impfungen

  • Polio (Kinderlähmung)
  • FSME (Zeckenmeningitis)
  • Influenza (Grippe)
  • Hepatitis A (virale Leberentzündung)
  • Hepatitis B (virale Leberentzündung)
  • Cholera
  • Typhus
  • Tollwut
  • Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung)
  • Japanische Enzephalitis (virale Gehirnentzündung)
  • Gelbfieber

Bitte beachten Sie: Reiseimpfungen sind keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. In der Regel zahlt der Patient zunächst den Impfstoff und die Behandlung durch den Arzt, und rechnet diese später individuell mit seiner Krankenkasse ab. Die Krankenkassen haben unterschiedliche Erstattungsregeln.

Ultraschall

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Der Ultraschall (Sonographie) ist ein bildgebendes Verfahren zur schonenden Untersuchung von Gewebe und Organen. Ein Vorteil des Ultraschalls gegenüber dem Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen.

In unserer Praxis bieten wir Ultraschalluntersuchungen an. Mit unserem modernen Sonographiegerät ist es uns möglich, innere Organe, wie z.B. Leber, Bauchspeicheldrüse oder Nieren strahlungsfrei darzustellen und Erkrankungen bzw. Abnormalitäten zu diagnostizieren.

Abdomensonographie (Bauchultraschall)

Die Ultraschall-Untersuchung der Bauchorgane sollte durchgeführt werden bei:

  • auffälligen Laborbefunden, zwecks differentialdiagnostischer Beurteilung
  • Bauchschmerzen
  • bestimmten Erkrankungen (u.a. Virusinfektionen)
  • Familiärer Vorbelastung (u.a. Leber- und Nierenzysten)
  • Immunschwäche
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nierenschmerzen
  • Probleme beim Wasserlassen (Schmerzen, Harnverhalt)
  • Stoffwechselstörungen
  • Über- bzw. Untergewicht
  • Verdauungsproblemen

Die Ultraschall-Untersuchung der Bauchorgane ermöglicht den Nachweis von

  • Entzündungen im Bauchraum
  • Blasen-, Gallen- und Nierensteinen
  • Gefäßmissbildungen (Aortenaneurysma)
  • Harn- bzw. Nierenstau
  • Missbildungen
  • Organfunktionsstörungen (u.a. Darmtransportstörungen)
  • Organveränderungen (u.a. Divertikel, Zysten, Tumoren, Metastasen)
  • Wassereinlagerung

Die Abdomensonographie dauert meist nur wenige Minuten und wird im Liegen durchgeführt. Man sollte vor der Untersuchung möglichst keine blähenden Speisen zu sich nehmen, um die Bildqualität nicht negativ zu beeinflussen. Weitere Vorbereitungen sind in der Regel nicht nötig.

Weitere Untersuchungen

Arztpraxis Bruns, Hausarztpraxis Osnabrück

Eine gründliche Diagnose steht am Anfang jeder Behandlung. Wir bieten Ihnen u.a. folgende Untersuchungen an:

Ruhe-EKG

Die Grundlage für eine Untersuchung des Herzens ist das Ruhe-EKG (Ruhe-Elektrokardiogramm). Elektroden, die am Körper angebracht werden, registrieren die elektrische Erregung des Herzens, die der Herzmuskel braucht, um sich zu bewegen. Diese elektrischen Ströme werden aufgezeichnet und ausgewertet.

Das Ruhe-EKG dient der Überprüfung der Reizbildung und Erregungsleitung im Herzen. Daher lassen sich mit dieser Methode häufig Herzrhythmusstörungen darstellen. Darüber hinaus kann der Arzt anhand eines Ruhe-EKG beurteilen, ob das Herz ausreichend durchblutet wird, wenn der Patient sich nicht körperlich anstrengt. So lassen sich chronische Durchblutungsstörungen erkennen. Auch kann man mittels EKG einen akuten Herzinfarkt abklären. Ein Ruhe-EKG liefert außerdem Informationen über Veränderungen des Herzmuskels (etwa Verdickungen) und des Herzbeutels (etwa Entzündungen).

Das Ruhe-EKG wird meist im Liegen angefertigt. Zehn Elektroden werden am Oberkörper auf der Haut befestigt. Sie sind mit einem Messgerät verbunden, das verschiedene Werte aufzeichnet, etwa die Häufigkeit der Herzschläge in der Minute (Herzfrequenz), die Regelmäßigkeit der Herzschläge (Herzrhythmus) und die Herzerregung. Das Ruhe-EKG gibt auch Hinweise auf eine Veränderung der Durchblutung der Herzkranzgefäße (Koronararterien).

Belastungs-EKG/Ergometrie

Verengungen der Herzkranzgefäße (Stenosen) führen zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, im schlimmeren Fall zu einem Herzinfarkt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, solche Durchblutungsstörungen des Herzmuskels aufzuspüren. Eine Standarduntersuchung ist das Belastungs-EKG, auch Ergometrie genannt. Bei dieser Methode strengt der Patient sich körperlich an, es kommt zu einer verstärkten Herzarbeit, der Herzmuskel wird stärker durchblutet. Gibt es hochgradige Verengungen in den Herzkranzgefäßen, werden Teile des Herzmuskels nicht ausreichend durchblutet, diese Durchblutungsstörung zeigt das EKG an.

Ein Belastungs-EKG macht man insbesondere dann, wenn der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit besteht, bei der Verengungen der Herzkranzgefäße zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels führen, wodurch dieser nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird (Koronarinsuffizenz). Einige Durchblutungsstörungen des Herzens treten erst unter Belastung auf, während die Durchblutung des Herzens in Ruhe ausreicht. Solche Durchblutungsstörungen, die sich nicht unbedingt durch typischen Symptome wie Angina pectoris oder Luftnot äußern, können durch das Belastungs-EKG diagnostiziert werden.

Neben der Abklärung einer koronaren Herzkrankheit dient die Ergometrie dazu, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) unter Belastungsbedingungen zu beurteilen, so kann man auch eine medikamentöse Therapie zur Behandlung einer arteriellen Hypertonie oder einer koronaren Herzkrankheit kontrollieren. Ein Belastungs-EKG kann außerdem dazu dienen, die Belastbarkeit eines Patienten einzuschätzen, etwa nach einem Herzinfarkt oder einer Herzoperation.

Dem Patienten werden zehn Saug-Elektroden am freien Oberkörper befestigt, die zunächst ein Ruhe-EKG aufzeichnen. Anschließend wird der Patient auf einem feststehenden Fahrrad, einem so genannten Ergometer, leichter körperlicher Belastung ausgesetzt. Die Belastung entspricht etwa der beim Fahrradfahren mit mittlerer Geschwindigkeit und wird individuell auf den Patienten abgestimmt, abhängig von Geschlecht, Alter, Körpergröße und Gewicht. Sie wird langsam gesteigert, bis der Patient die jeweilige „Soll-Last“ erreicht hat. Während der Belastung und während der Erholungsphase wird kontinuierlich ein EKG aufgezeichnet und minütlich der Blutdruck des Patienten gemessen.

Lungenfunktionsanalyse

Bei der Lungenfunktionsuntersuchung (Spirometrie) werden Lungenvolumen und Ventilationsgröße gemessen und graphisch dargestellt. So ist zu erkennen, ob die Atemwege verengt oder verlegt sind (obstruktive Ventilationsstörungen), etwa bei Asthma, Emphysem oder Atemwegsstenosen, oder ob das Lungenvolumen verkleinert ist (restriktive Ventilationsstörungen).

Die Spirometrie liefert Hinweise auf Atemwegs- oder Lungenerkrankungen und wird zur Überwachung von Therapien gegen solche Erkrankungen eingesetzt. Sie hilft außerdem bei der Differenzierung, ob die Ursache von Atemnot im Herzen oder in der Lunge zu suchen ist.

Bei der medikamentösen Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa bei Bluthochdruck (arterieller Hypertonie), kann die Spirometrie eine Rolle spielen, um eine eventuell vorgeschädigte Lunge durch Medikamente nicht noch mehr zu schädigen. Die Überprüfung der Lungenfunktion kann auch von Bedeutung sein, wenn eine Operation bevorsteht.

Der Patient erhält eine Nasenklemme und atmet nach Anweisung des Arztes in ein Mundstück, das über einen Schlauch mit einem Messgerät (Spirometer) verbunden ist. Während der Messung fordert der Arzt den Patienten auf, schnell und stark oder lang und tief zu atmen. Der Spirometer erfasst Luftstrom und Luftmenge und zeigt die Messwerte auf einem Monitor an.

24-Stunden-Blutdruckmessung

Bei einer Langzeitblutdruckmessung trägt der Patient eine Oberarm-Blutdruckmanschette über einen Zeitraum von meist 24 Stunden. In bestimmten Intervallen pumpt diese sich automatisch auf. Die gemessenen Blutdruckwerte werden auf einem kleinen Aufnahmegerät gespeichert. Aus 40 bis 60 Messungen erstellt der Arzt anschließend ein Blutdruck-Tagesprofil. Diese Daten ermöglichen unter anderem Aussagen über einen bestehenden Bluthochdruck oder über die Wirksamkeit blutdrucksenkender Medikamente. Außerdem lässt sich eine Blutdruckeinstellung optimal anpassen und überwachen.

Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) kann nicht nur Symptome wie Müdigkeit, Erregungszustände und Kopfschmerzen verursachen, er zählt auch zu den Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit, den Herzinfarkt, den Schlaganfall und die arterielle Verschlusskrankheit. Es ist daher wichtig, den Blutdruck unserer Patienten regelmäßig zu überwachen und einen Bluthochdruck gegebenenfalls zu therapieren.

Da der Blutdruck in Abhängigkeit von Tages- und Nachtzeit größeren Schwankungen unterliegt, ist es von Bedeutung, den Blutdruck nicht nur einmal zu messen, sondern ein Langzeit-Tages-Profil des Blutdrucks zu erstellen.

Der Patient bekommt in unserer Praxis ein Langzeitblutdruckmessgerät, das er über einen Zeitraum von in der Regel 24 Stunden trägt. Über einen dünnen Schlauch ist es mit einer Oberarmmanschette verbunden, die sich in bestimmten Zeitintervallen automatisch aufpumpt. Tagsüber misst das Gerät automatisch alle 15 Minuten sowohl den systolischen als auch den diastolischen Wert und zeichnet ihn auf, nachts alle 30 Minuten. Am Folgetag werden die Daten in unserer Praxis ausgewertet.

Blutuntersuchtung

Ein Bluttest kann Hinweise auf ganz unterschiedliche Krankheiten geben und gehört deshalb für den Arzt zur Standarddiagnostik. Je nachdem, was untersucht werden soll, wird das Blut in unterschiedlichen Röhrchen aufgefangen und im Labor analysiert.

Fast immer gibt der Arzt ein Blutbild in Auftrag. Dieser Bluttest gibt Aufschluss über die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten). Durch diese Untersuchung gewinnt der Arzt auch Hinweise auf eine Blutarmut (Anämie), auf eine Infektion oder auf Blutkrebs (zum Beispiel Leukämie). Mit einem sogenannten Blutausstrich lassen sich Größe, Form und mögliche krankhafte Veränderungen einzelner Blutzellen unter dem Mikroskop beurteilen. Störungen der Blutgerinnung wie bei der Bluterkrankheit lassen sich ebenfalls durch einen Bluttest erkennen und näher untersuchen.

Aus dem Blut lässt sich anhand verschiedener chemischer Methoden zudem eine Vielzahl von Stoffen bestimmen. Eine Abweichung vom Normalwert lässt Rückschlüsse auf bestimmte Erkrankungen zu. Zu den wichtigsten Parametern im Blut gehören:

  • die Blutsalze wie Natrium, Kalium oder Kalzium
  • der Blutzucker
  • Blutfette wie das Cholesterin und Triglyzeride
  • verschiedene Proteine und Enzyme, zum Beispiel Albumin, Gamma-GT, GPT, GOT
  • Stoffwechselprodukte wie Harnsäure oder Kreatinin und Hormone wie die Schilddrüsenhormone
  • Blutgase
  • Gerinnungsfaktoren
  • Tumormarker
  • Nachweis von Bakterien und Viren

Auch ein Herzinfarkt lässt sich durch einen Bluttest nachweisen. Bei vielen Krankheiten erhöht sich die Menge bestimmter Enzyme im Blut. So lässt sich ein Herzinfarkt nicht nur durch typische Symptome und EKG-Veränderungen nachweisen: Auch die Herzenzyme im Blut steigen an und tragen zur Sicherung der Diagnose bei. Die für einen Herzinfarkt relevanten Enzyme sind:

  • Troponin I oder T
  • CK-MB
  • Gesamt-CK
  • GOT
  • LDH

Krebsvorsorge

Die Krebsvorsorge dient der Früherkennung einer Krebserkrankung in einem heilbaren Stadium. Eine bösartige Neubildung im Körper des Menschen wird im Allgemeinen als Krebs oder Tumor bezeichnet.

Krebs kann grundsätzlich überall im Körper – abhängig vom individuellen Krebsrisiko – auftreten. Je nach Körperregion beziehungsweise Organ sollten zur Früherkennung einer Krebserkrankung regelmäßige Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden.

Wir bieten folgende Untersuchungen an:

Die Krebsvorsorge des Mannes ab dem 45. Lebensjahrdient der Früherkennung des kolorektalen Karzinoms und des Prostatakarzinoms. Die folgenden Untersuchungen werden jährlich durchgeführt:

  • Anamnese
  • Inspektion und Palpation des äußeren Genitales
  • Palpation der regionalen Lymphknoten
  • Abtastung der Prostata und der Rektalschleimhaut

Die Krebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr dient zusätzlich der Früherkennung des Enddarmkrebs (Kolorektales Karzinom). Es werden folgende Untersuchungen durchgeführt.

  • Rektale Abtastung (jährlich)
  • Stuhluntersuchung auf okkultes Blut (alle 2 Jahre)

Ab dem 55. Lebensjahr sollte eine Koloskopie (alle 10 Jahre) durchgeführt werden. Wir beraten Sie dazu gern.